Studie: Sehr wenig Chefredakteure mit Migrationshintergrund

Einer aktuellen Studie der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) ist es schlecht um die Diversität in deutschen Chefredaktionen bestellt. Der Befragung nach gaben von 126 Führungskräften acht an, einen Migrationshintergrund zu haben. Dies macht einen Wert von lediglich sechs Prozent aus. Chefredakteure aus den größten drei Einwanderungsgruppen – der türkischen, polnischen und russischen – sind nicht vertreten. Die wenigen Chefredakteure mit Migrationshintergrund sind Österreicher, Luxemburger, Dänen, Niederländer, Iren, Italiener, Rumänen und Griechen. Es gibt keine einzige Person, die eine nicht-europäische Herkunft hat.

Die NdM kritisieren die Homogenität in den Medienhäusern. Die Geschäftsführerin des Verbandes, Konstantina Vassiliou-Enz sagt: „Vielen deutschen Medien droht, dass sie den Anschluss an die Realität in Deutschland verlieren“.

Derzeit gibt es keine aktuellen Erhebungen wie vielfältig bzw. homogen die Redaktionen in Deutschland sind. Der Migrationshintergrund oder ähnliche Diversitätsmerkmale werden von den Medienhäusern, bis auf eine Ausnahme, laut den NdM nicht erfasst. Generell bewertet eine große Mehrheit der Chefredakteure Diversität in den Redaktionen als grundsätzlich positiv.