Publikum

Der aus dem Lateinischen (publicum – allgemein, öffentlich) übernommene Begriff bezeichnet für den Journalisten die Gesamtheit aller Menschen, die ein (Massen-)Medium nutzen. Der Rezipient, d. h. Leser, Hörer oder Zuschauer, greift freiwillig auf dieses allgemein verfügbare Medium zu und kann seine Meinung darüber äußern.

Das Medienpublikum lässt sich nach Zielgruppen charakterisieren, die ihre jeweils eigenen Merkmale und Erwartungshaltungen teilen. Verlage und Rundfunksender nehmen die Möglichkeit wahr, sich an ein vorab definiertes Publikum zu wenden, wobei sie vom „Durchschnitt der Gruppe“ ausgehen: Ein während des Börsenbooms gegründetes Finanzmagazin richtet sich an den typischen Kleinaktionär, der stellvertretend für alle Kleinaktionäre steht.

Ob und wie Anbieter ihre Zielgruppen erreichen, stellt die Marktforschung fest. Deren Studien ermöglichen den Medien, die tatsächlichen Erwartungen ihres Publikums zu bedienen. Außerdem können sie anstreben, sich neue Käufer-/Nutzerkreise zu erschließen, indem sie deren voraussichtliche Erwartung erfüllen. Crossmedialer Journalismus ist ein Beispiel für dieses Vorgehen: Medien publizieren dort, wo der Rezipient ihr Angebot wahrnehmen möchte.